Immer wieder kommt es vor, dass die Stadtwerke im Rahmen einer Baugenehmigung, dem Bauherren eine Anlagen zur Rückhaltung von überschüssigem Regenwasser vorschreiben.
Diese Rückhaltung wird i.d.R. als Retentionszisterne bezeichnet. Bei größeren Bauvorhaben sind es Regenrückhalteanlagen mit Drosselabfluss. Diese können unterirdirsch oder auch oberirdisch in Form von begrünten Erdbecken angelegt werden. Eine Retentionszisterne hält Niederschläge zurück und gibt diese zeitverzögert an die Kanalisation ab. Der Kanal wird damit bei Niederschlägen entlastet. Für die zeitverzögerte Abgabe des Regenwassers ist in der Retentionszisterne eine sogenannte Ablaufdrossel montiert.
Bei starkem Regen steigt daher der Wasserstand in der Zisterne kurzfristig an und sinkt nach dem Regen wieder ab.
Dies ist erforderlich, da die vorhandenen Kanalsysteme in ihrer hydraulischen Leistungsfähigkeit begrenzt sind, die Regenereignisse aber immer mehr zunehmen und auch die Versiegelungen im urbanen Bereich immer mehr zunehmen.
Die Vergrößerung von Kanalsystemen ist technisch sehr schwierig und mit einem sehr hohen finanziellen Aufwand verbunden.
Eine Retentionszisterne kann mit oder ohne Nutzvolumen realisiert werden. Das Nutzvolumen kann u.a. zur Bewässerung von Grünanlagen genutzt werden.
Das Rückhaltevolumen soll jedoch innerhalb von 24 Stunden durch eine gedrosselte Ableitung in das Kanalsystem wieder zu 100% zur Verfügung stehen und somit einen neuen Puffer für das nächste Regenereignis darstellen.
Es gibt eine Vielzahl von Herstellern solcher Anlagen auf dem Markt.
Nachfolgend ein Beispiel der Fa. Mall, wie eine solche Anlage realisiert werden kann.