Trinkwasserhärte

Kalk im Wasser ist gesund!

Mal angenommen, dies wäre jetzt eine Meinungsumfrage und wir wollten von Ihnen wissen,
was Sie über hartes, kalkhaltiges Trinkwasser denken?

Was würden Sie antworten?
Wahrscheinlich würde Ihre Antwort nicht sehr schmeichelhaft für hartes Wasser ausfallen. Weil es Sie z. B. stört, daß sich in Ihrem Kaffeekessel oder in Ihrer Kaffeemaschine Kalk absetzt.

Mal angenommen, wir fragten jetzt einen kompetenten Mediziner, was er über hartes, kalkhaltiges Wasser zu sagen hat. Seine Antwort würde mit ziemlicher Sicherheit sehr viel positiver ausfallen: "Insbesondere hartes Wasser ist gesund."
Der Grund: Kalkhaltiges Wasser enthält wichtige Mineralien.

Störfall?

Stördienst Wasser:
0160 / 8425198

Stördienst Abwasser:
0171 / 6254142 

Ärger mit Kalk?

So gesund also auch Kalk für den Menschen ist - es bereitet vielen nicht nur Freude. Häufig ärgern sich Hausfrauen und Hausmänner über stark kalkhaltiges Trinkwasser - weil sich an Warmwassergeräten Ablagerungen bilden, weil sich an Sanitäreinrichtungen Kalkflecke zeigen oder weil man bei hartem Trinkwasser mehr Waschmittel benötigt.

Kalk- oder Kesselstein in nennenswerten Umfang fällt immer dann an, wenn Wasser über 60° erhitzt wird.

Dazu ein kleiner Exkurs ins Reich der Chemie: Kalk kommt im Wasser als Calciumhydrogencarbonat vor. Bei Erhitzung über 50 - 60° wird der Kohlendioxidgehalt im Wasser vermindert, und aus dem gelösten Calciumhydrogencarbonat bildet sich unlösliches Calciumcarbonat. Dieses scheidet sich dann als Kalkstein oder Kesselstein ab. Dieses Wissen können Sie - vorbeugend - in Ihrem Alltag nutzen und den Gerätekalk in seine Schranken verweisen:

Wie Sie der Kalksteinbildung mit natürlichen Mitteln zu Leibe rücken

Wenn die Kaffeemaschine "röchelt", dann ist das meist ein zuverlässiges Zeichen: Kessel- oder Kalkstein hat sich abgelagert.
Um die Maschine wieder ans Laufen zu bringen, brauchen Sie aber nicht zu den teuren handelsüblichen Entkalkern zu greifen.

Die richtige Waschmitteldosierung

Für die richtige Waschmitteldosierung ist es wichtig zu wissen, welchen Härtegrad Ihr Wasser hat. Genaue Auskunft darüber gibt ihnen Ihr örtliches Wasserversorgungunternehmen (Anm. der Redaktion: In Bitburg Härtebereich hart - zwischen 22° und 23° dH). Es ist falsch zu glauben: "Viel hilft viel". Wer zu Hause weiches Wasser hat, braucht weniger Waschmittel und verpulvert damit weniger Geld. Wer hingegen hartes Wasser hat, benötigt mehr Pulver, um die Wäsche sauber zu bekommen. Als allgemeine Faustregel kann gelten: Je weicher das Wasser, desto weniger Waschmittel wird benötigt. Das bedeutet: Eine Überdosierung mit Waschmittel ist nicht nur unnütz und geht an den Geldbeutel, sie schädigt auch die Gewässer. Andererseits: Dosieren Sie zu wenig, wird die Waschmaschine mit der Zeit verkalken. Es kommt also auch hier auf das richtige Maß an.

Eine Hilfestellung zum richtigen Dosieren geben Ihnen die Angaben auf den Waschmittelpaketen. Sie nehmen Bezug auf die vier Härtebereiche. Sie sollten aber wissen, daß sich die Waschmittelhersteller erfahrungsgemäß mit den empfohlenen Mengen an der Obergrenze des jeweiligen Härtebereichs ausrichten. Die Dosierungsempfehlungen auf den Packungen gelten meistens für stark verschmutzte Wäsche. Prüfen sie auch aus diesem Grund, ob Sie mit weniger Waschmittel auskommen. Und noch etwas: Der Kochwaschgang ist - wie auch der Vorwaschgang - meist ganz entbehrlich.

Tipp:
Sie verhindern, dass Wasserboiler, Waschmaschinen oder Warmwasser-bereiter verkalken, wenn Sie das Wasser beim Waschen oder Geschirr spülen nicht zu stark erhitzen. Für den Großteil der Wäsche z. B. reichen Wassertemperaturen bis 60° vollkommen aus.
Ihren Warmwasserbereiter sollten Sie auf "Energiesparstufe" einstellen.

Tipp:
Bedienen Sie sich einfach der reinigenden Kraft der natürlichen Zitronen- oder Essigsäure, dann werden Dampf-bügeleisen, Blitzkocher, Wasserkessel und Tauchsieder wieder flott. Kleingeräte können Sie mit Essigsäure entkalken. Störende Wasserflecken und Kalk-ablagerungen an Armaturen, auf Wannen, Spül- oder WC-Becken lassen sich leicht mit einem in Essig- oder Zitronensäure getränkten Lappen entfernen.