Abwasserpumpwerk Mötsch

(Textteile aus der Informationsschrift anläßlich der offiziellen Inbetriebnahme am 11. Mai 1992)

Für die vormalige selbstständige Ortsgemeinde Mötsch wurde erstmals 1955 durch die Kreisverwaltung Bitburg ein Entwässerungsprojekt aufgestellt, welches 1957 durch die Bezirksregierung Trier genehmigt worden ist. Die Herstellung der Ortskanäle mit mechanischer Kläranlage an gleicher Stelle, wo jetzt das Abwasserpumpwerk mit Staukanal und Betriebsgebäude errichtet worden ist, erfolgte zwischen 1958 und 1961. Bedingt durch Änderungen und Verschärfungen der gesetzlichen Bestimmungen sowie dem Anschluss neu erschlossener Baugebiete entsprach insbesondere die vormals errichtete Kläranlage mit Regenüberlaufbecken im Laufe der Jahre nicht mehr den Anforderungen. Auf Grund dessen erfolgte zwischen 1975 und 1979 die Aufstellung eines neuen Abwasserprojektes der zwischenzeitlich eingemeindeten Stadtteil Mötsch im Auftrag der Stadtverwaltung Bitburg in Verbindung mit einem Ingenieurbüro. Die Genehmigung zu diesem Entwurf, welcher die Ableitungen der in Altkläranlagenbereich ankommenden Abwässer in freiem Gefälle zur zentralen Kläranlage Bitburg-Ost mit dortiger Reinigung vorsah, ist am 14. April 1981 durch die Bezirksregierung Trier erteilt worden.

 

Da diese Genehmigung der Wasserwirtschaftsverwaltung die Auflage enthielt, das von der Stadt eingereichte Projekt im Bezug auf seine Wirtschaftlichkeit nochmals zu überprüfen, ist dies nach Übertragung der gesamten städtischen Abwasseranlagen in die Zuständigkeit der damals neu konzepierten Stadtwerke von diesen in Verbindung mit einem Ingenieurbüro erfolgt. Das Ergebnis der Überprüfung wurde eine neue gänzlich veränderte Konzeption erarbeitet und im zuständigen Gremium, dem Werksausschuss am 25. September 1985 vorgestellt, beraten und die Aufstellung eines neuen Projektes beschlossen. Parallel hierzu erfolgte eine entsprechende Information an den Ortsbebeirat Bitburg-Mötsch.Nach den Kostenvoranschlägen lagen die Investitionskosten für diesen neuen Vorschlag ca. 1,2 Millionen unter denen der vormals geplanten Konzeption, was eine wesentliche Einsparung bedeutet hat. Der wasserrechtliche Erlaubnisbescheid zu dieser neuen Konzeption, welche die Erstellung eines Abwasserpumpwerks mit Nachblasvorrichtungen und die Anordnung eines Staukanals zur Regenentlastung im Altkläranlagenbereich vorsieht, wurde am 17. Februar 1989 seitens der Bezirksregierung Trier nach vorheriger Prüfung durch das damalige Wasserwirtschaftsamt als Fachbehörde in Form einer gehobenen Erlaubnis ausgestellt.

 

Nach Anfertigung der Ausführungszeichnungen mit statischer Berechnung zu den einzelnen Bauwerken sowie Ausschreibungen mit Vergaben im Werksausschuss wurde als erster Bauabschnitt die ca. 1,9 km lange Druckleitung zwischen dem Altkläranlagenbereich Mötsch und der Kläranlage Bitburg-Ost 1989/90 hergestellt und ein Steuerkabel zur Übertragung von Meldungen mitverlegt. In unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Druckleitung wurde von der Albachstraße bis zum Stadtteil Mötsch im gleichen Grabentrassenbereich eine Wasserversorgungsleitung DN 1150 mitverlegt, so dass auch der Stadtteil Mötsch nunmehr im Ringverbund mit Wasser versorgt wird. Etwa zeitgleich mit dem Bau dieser Druckleitung als Abwassertransportleitung wurden die Verkabelungsarbeiten zum erforderlichen Starkstromanschluss für das neu zu errichtende Abwasserpumpwerk über eine Länge von ca. 500 m von der Wiesenstraße im Stadtteil Mötsch bis zum Anlagenbereich durchgeführt und die benötigte eigene Transformatorenstation errichtet. Die Auftragsvergaben für das eigentliche Pumpwerk mit Staukanal und Betriebsgebäude sowie die maschinen- und verfahrenstechnischen Ausrüstungen erfolgten in der Werksausschusssitzung am 30. Mai 1990. Im Zusammenhang mit der baulichen Ausführung wurde auch der Zufahrtsweg an der K 43 bis zum Anlagenbereich erneuert und ergänzende Bepflanzungen vorgenommen. Im März 1991 war die Anlage bau- und maschinentechnisch so weit fertiggestellt, dass die Abnahme durch das staatliche Amt für Wasser- und Abfallwirtschaft –StAWA- Trier am 09. Oktober 1990 ohne Beanstandung erfolgen konnte. Die Abnahme bezüglich der Betriebs- und Unfallsicherheit fand am 06. Januar 1992 durch einen Außendienstbeamten des Gemeindeunfallversicherungsverbandes Rheinland-Pfalz statt.

 

Nach dieser zwischenzeitlich realisierten und in Betrieb genommenen Konzeption wird der doppelte Trockenwetterabfluss aus dem Stadtteil Mötsch zur Abwasserreinigungsanlage Bitburg-Ost als zu reinigendes Schmutzwasser gepumpt, während das überschüssige Regenwasser nach Füllung des ca. 600 m³ fassenden Staukanals so verdünnt ist, dass es ohne weitere Behandlung Richtung Albach abfließen kann. Falls Störungen im Pumpwerk auftreten, werden diese derzeit über ein Meldekabel als Sammelstörmeldung zur Kläranlage Ost übertragen. Nach Realisierung der Erweiterungsmaßnahme zum kommunalen Teil der Kläranlage Bitburg-Ost bis Ende 1993 ist die Übertragung der aktuellen Betriebszustände über dieses Meldekabel auf die neue Schaltware der Kläranlage vorgesehen. Bei der Festlegung der Einzugsgebiete in Verbindung mit den aufgestellten hydraulichen Berechnungen ist das für den Stadtteil mittelfristigen in Frage kommenden Bauerwartungsland flächenmäßig bereits mit erfasst worden. Mit Fertigstellung dieser Schwerpunktmaßnahme als mit Abstand größtem Projekt in dem benannten Stadtteil noch zwei Sanierungsmaßnahmen im Bereich der Flurstraße/Sportplatz und in der Brückenstraße durchzuführen, wobei beabsichtigt ist, auch diese bis Ende 1994 fertigstellen zu lassen. Da bei der Planung und Durchführung der Maßnahme das derzeit festgelegte vertretbare Entgelt von 140,00 DM pro Einwohner und Jahr betreffend die Abwasserbeseitigung bei den Stadtwerken Bitburg nicht erreicht war, wurden keine Beihilfen bzw. Zuschüsse für dieses Projekt bewilligt, so dass die Finanzierung mit Eigenmitteln und langfristigen Darlehen erfolgen muss. Nach Inbetriebnahme dieser neuen Abwasseranlage, welche nach den neusten gesetzlichen Bestimmungen und Richtlinien sowie dem anerkannten Stand der Technik und den Erfahrungen errichtet worden ist, wird somit künftig nach den Stadtteilen Erdorf, Masholder und Stahl nun auch das Abwasser aus dem Stadtteil Mötsch im Sinne des Umweltschutzes, der Gewässerreinhaltung und der Allgemeinheit ordnungsgemäß abgeleitet und gereinigt.

 

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