Kläranlage Stahl

(Textteile aus der Informationsschrift anläßlich der offiziellen
Inbetriebnahme am 6. Juni 1986)

Entstehungsgeschichte und Zielsetzung

Im Jahre 1972 wurde von dem damaligen Ortsbeirat des Stadtteiles Stahl und den zuständigen Gremien der Stadt Bitburg der Beschluss zur Aufstellung eines Entwässerungsprojektes mit Kläranlage für den Stadtteil Stahl gefasst und der Auftrag für die Entwurfsplanung erteilt. Bis 1979 war dieser Entwässerungsplan einschließlich einer Kläranlage für 1600 EGW - Einwohnergleichwerte – fertiggestellt, jedoch nicht abschließend wasserbehördlich genehmigt. Parallel hierzu wurde in den 70er Jahren ein generelles Entwässerungsprojekt für die Kernstadt Bitburg aufgestellt und die Kläranlage Bitburg-Ost in Verbindung mit der Bitburger Brauerei geplant und gebaut.

Nach Fertigstellung und Inbetriebnahme dieser Kläranlage Bitburg-Ost Anfang 1978 und der Ableitung des Abwassers aus dem mittleren Stadtbereich einschließlich der Braustätte Nord in diese neu errichtete Anlage, wurden die vorhandene Altkläranlage Wingertsberg und der dortige Vorfluter der Nims wesentlich entlastet. Nach Neukonzipierung der Stadtwerke mit Integrierung des Bereichs –Abwasserbeseitigung- im Jahre 1979 wurden auf Grund dieser Feststellungen neue Überlegungen angestellt. Gemäß dem generellen Entwässerungsprojekt für die Kernstadt war ein relativ aufwendiges Pumpwerk mit Regenrückhaltebecken am Mühlenberg oberhalb des Stadtteiles Stahl mit Druckleitung für den Schmutzwasseranteil bis zur Stadtmitte und eine Ablaufleitung für das Regenwasser zur Nims vorgesehen. Da das Abwasser aus dem Bereich Bitburg Nord-West in freiem Gefälle zum Mühlenberg und von dort Richtung der ohnehin für den Stadtteil Nord zu bauenden Ortsentwässerung und Kläranlage abgeleitet werden konnte, schien ein Anschluss von Bitburg Nordwest an die Kläranlage Stahl aus Gründen der Wirtschaftlichkeit die bessere Lösung zu sein. Nach mehreren Gesprächen mit Vertretern der Wasserwirtschaftsverwaltung wurde von allen Stellen einschließlich dem Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau und Forsten in Mainz diesem Änderungsvorschlag 1980 zugestimmt, und die Entwurfsplanung für den abwassermäßigen Anschluss bis Bitburg Nordwest an Stahl mit Überarbeitung des dortigen Projekts in Auftrag gegeben. Durch die Änderung der gesamten Konzeption war auch eine Neuplanung der Kläranlage Stahl erforderlich, da nunmehr eine Ausbaugröße von ca. 7100 EGW benötigt wurde.

Nachdem das überarbeitete Entwässerungsprojekt für den Stadtteil Stahl einschließlich des Anschlusses Bitburg Nord-West vorlag, konnte am 06. Oktober 1986 der Planungsauftrag für diese neue Kläranlage durch den Werksausschuss der Stadtwerke Bitburg erteilt werden. Nach Erwerb des Grundstückes am topographisch günstigsten Punkt für diese neue Kläranlage einschließlich dem Grund und Boden für die ca. 1,4 km lange Zufahrt wurde der Vorentwurf am 10. März 1982 der Wasserwirtschaftsverwaltung zur Prüfung und Genehmigung eingereicht, worauf die Zustimmung am 11. November des gleichen Jahres erfolgte. In Zusammenhang mit dem nunmehr aufzustellenden baureifen Entwurf wurde im Wettbewerb das für diese Anlage und die hier zu erwartende Abwasserbeschaffenheit geeignetste und wirtschaftlichste biologische System erkundet und nach mehreren Besichtigungen von im Betrieb befindlichen vergleichbaren Anlagen in Verbindung mit der Fachbehörde, dem Wasserwirtschaftsamt Trier, festgelegt. Hiernach konnte dann die baureife Entwurfsplanung abgeschlossen und am 07. Juni 1983 zur endgültigen Prüfung und Erteilung der Erlaubnis eingereicht werden. Parallel hierzu erfolgt die Aufstellung der Finanzierungsunterlagen mit Prüfung und Bewilligung entsprechender Beihilfen durch das Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau und Forsten in Mainz und der Bezirksregierung Trier. Am 12. Oktober 1983 wurde auf Grund der eingereichten Unterlagen der wasserrechtliche Erlaubnisbescheid für die neue Kläranlage erteilt.

 

Nachdem der Verbindungssammler DN 1400 mm mit Zuwegung vom Stadtteil zum Kläranlagengelände bereits im Frühjahr 1983 fertiggestellt worden war, erfolgten die Ausschreibungen für den gesamten baulichen Teil der Anlage sowie für die maschinentechnische Ausrüstung und die elektrischen Anlagen mit Verfahrenstechnik. Die Vergaben erfolgten durch den Werksausschuss der Stadtwerke Bitburg in seiner Sitzung am 30.November 1983. Mit den Bauarbeiten zum Neubau dieser Anlage wurde im Februar 1984 begonnen. Der Einbau der maschinentechnischen Ausrüstung sowie die elektrischen Installationen erfolgten ab April 1985. Nach einer Gesamtbauzeit von ca. 1 ½ Jahren konnten die Arbeiten und Installationen im Herbst 1985 abgeschlossen und die Anlage eingefahren werden. Die örtliche wasserrechtliche Abnahme erfolgte am 28. November 1985. Bis zur Fertigstellung der restlichen Verbindungssammlerteilstücke mit den erforderlichen Bauwerken zwischen dem Stadtteil Stahl und den Anschlusspunkten im Bereich Bitburg Nord und West sowie der restlichen Teilstücke der Ortsentwässerung Stahl etwa Mitte 1988, wird die Anlage nur mit einem relativ geringen Teil an Abwasser beaufschlagt. Nach dem erfolgten Anschluss Bitburg Nord-West und Ableitung des dort anfallenden Abwassers über die dann fertiggestellten Verbindungskanäle zu dieser neuen Kläranlage hin, beträgt die Auslastung etwa 80 % der zu Grunde gelegten Belastungs- und Auslegungsdaten. Die verbleibende Reserve ist für mittel- bis langfristig vorgesehene Erschließungsbereiche sowie Bauerwartungsflächen eingeplant. Unmittelbar nach Ableitung des Abwassers aus dem westlichen Bereich der Kernstadt zur neuen Kläranlage Stahl ist vorgesehen, sowohl das vorhandene Abwasserhebewerk im Bereich des Schulgeländes in freier Trägerschaft an der Prümer Straße als auch die zwischenzeitlich baufällig gewordene Altkläranlage Wingertsberg stillzulegen. Da die Kläranlage Stahl nicht ständig besetzt ist, erfolgt die Betreuung und Wartung durch die Klärwerkskolonne der Stadtwerke von der Zentralkläranlage Bitburg-Ost her. Evtl. zwischenzeitlich auftretende Störungen werden über eine Störmeldeanlage weitergeleitet.Die Konzipierung der Anlage erfolgte in ausgezeichneter Zusammenarbeit mit den zuständigen Abteilungen der Wasserwirtschaftsverwaltung nach dem neusten Stand der Technik.Dies insbesondere im Bezug auf einen optimalen Abbau der Schadstoffe zur Reinhaltung der Flüsse und Gewässer sowie der Wirtschaftlichkeit im Hinblick auf Unterhaltungs- und Betriebskosten.Diese neue Kläranlage liegt etwa 1,4 km südwestlich des Stadtteils Stahl unmittelbar an der Nims und ist über einen asphaltierten Zusatzweg mit der Bezeichnung „Zur Römerschmelze“ zu erreichen.Zu dem vorhandenen Baumbestand entlang der Nims ist sie umgeben von jahrzentealten Heckenreihen sowie heimischen Sträucher- und Baumgruppen mit einer Mischwaldparzelle unmittelbar unterhalb des Anlagegebäudes.Dieser natürliche Bestand trägt wesentlich mit dazu bei, dass sich die Anlage optimal in die dortige Umgebung einfügt und nicht als störend empfunden wird.

Aktuelles

29.08.2019

Besucht uns, unseren Stand auf der Jobmesse in der Bitburger Stadthalle.

Die Jobmesse findet am Donnerstag 29.08.2019 von 10 bis 16 Uhr und Freitag 30.08.2019 von 9 bis 13 Uhr statt.

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13.05.2019

Bauarbeiten  im Bereich der Straße Am Römerquell

In der zweiten Maiwoche planen die Stadtwerke Bitburg den Beginn der Arbeiten zur Erneuerung der Wasserleitung und der Asphaltdeckschicht in der Straße Am Römerquell.

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