News Detailseite
Information zum Uran im Bitburger Trinkwasser
Uranwerte sind leicht zurückgegangen
Zu den Berichten über erhöhte Urangehalte im Trinkwasser aus dem Brunnen Königswäldchen und den darin enthaltenen Forderungen nach Handlungen zur Reduzierung dessen Gehaltes im Trinkwasser möchten die Stadtwerke Bitburg ihre Kunden informieren.
Die Stadtwerke haben Verständnis für die Ängste der Verbraucher im Zusammenhang mit Uran im Trinkwasser, doch sollten die neuesten in den Wasserwerken und im Stadtgebiet gemessenen Uranwerte vom 11.11.08 etwas beruhigend wirken. Der Uranwert vom Tiefbrunnen 1 ist mit 8,3 µg/l gemessen worden und liegt somit unter dem empfohlenen Leitwert des Umweltbundesamtes (UBA) von 10 µg/l. Damit einhergegangen ist auch eine Reduzierung der gemessenen Uranwerte im Stadtgebiet. (Siehe Tabelle unten) Eine Erklärung für die geringeren Urangehalte könnten jahreszeitliche Schwankungen oder eine Reduzierung der Wasserförderung aus Tiefbrunnen 1 Königwäldchen sein. Dies wird noch über einen längeren Zeitraum durch Beprobung bei unterschiedlichen Betriebsverhältnissen zu untersuchen sein.
Laut UBA ist der empfohlene Leitwert von 10 µg/l weltweit einmalig niedrig und bietet allen Bevölkerungsgruppen, Säuglinge mit eingeschlossen, lebenslange gesundheitliche Sicherheit vor möglichen Schädigungen der Nieren durch Uran. Dieser Leitwert ist wissenschaftlich (toxikologisch) begründet und bezieht sich nicht auf die Radiotoxizität von Uran, sondern allein auf seine chemische Toxizität. Denn unterhalb von 60 µg/l Uran ist seine Radioaktivität belanglos. Neben diesem UBA Leitwert von 10 µg/l gibt es noch in der Tafel- und Mineralwasserverordnung den Grenzwert (GW) von 2 µg/l für abgepackte Wässer mit dem Aufdruck: „Geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“. Laut UBA ist er deutlich niedriger als wissenschaftlich/ toxikologisch begründbar und soll als Produktkennzeichnung den Verbraucher vor irreführenden Reinheitsbehauptungen (Werbung) schützen. Nur abgepackte Wässer die diesen und sieben andere „Säuglingswerte“ wie Arsen, Mangan, Natrium, Nitrat, Nitrit, Sulfat, Flourid gleichzeitig einhalten, dürfen mit diesem Hinweis werben. Er weist also über die gesundheitliche Sicherheit hinausgehender Anforderungen an geringe Mineral- und Spurenstoffgehalte eines besonders säuglingsgeeigneten abgepackten Wassers hin.
Ganz wichtig ist auch die Aussage: Frisch aus dem Hahn abgelaufenes Trinkwasser eignet sich immer dazu, Säuglingsnahrung zuzubereiten, wenn in ihm alle Parameter der Trinkwasserverordnung und der UBA-Leitwert für Uran eingehalten sind. Nach einer Empfehlung des UBA wird den Wasserversorgern mit Urangehalten zwischen 10 und 20 µg/l im Trinkwasser ein Handlungszeitraum von 10 Jahren eingeräumt, um den Gehalt an Uran durch entsprechende Maßnahmen unter den Leitwert abzusenken. Auch bei diesen Werten ist durch den Genuss des Trinkwassers über den vorgegeben Zeitraum keine gesundheitliche Gefahr zu fürchten. Bekanntlich enthält die Trinkwasserverordnung derzeit noch keinen Grenzwert für Uran. Er soll aber bei der anstehenden Novellierung auf 10 µg/l festgelegt werden.
Uran ist ein auf der Erde weit verbreitetes Schwermetall. Das Wasser nimmt auf dem Weg seiner Versickerung im Untergrund je nach Masse der Anreicherung mehr oder weniger Uran auf. Selbst Geologen tun sich schwer, eine Aussage zu treffen, ob an einem vorgesehenen Bohrpunkt Uran im Grundwasser zu erwarten ist oder nicht.
In der Praxis sind Brunnengalerien mit mehreren Brunnen mit Abständen von weniger als 100m bekannt, bei denen ein oder zwei Brunnen Uran belastet sind, alle anderen nicht. Endgültige Klarheit über den Urangehalt und alle anderen Parameter liegt dann vor, wenn die ersten Wasserproben im neuen Brunnen entnommen und analysiert worden sind. Dann erst können Entscheidungen über mögliche brunnentechnische Ausbaumaßnahmen oder aber erforderliche Aufbereitungsschritte getroffen werden. Verschiedene mögliche Verfahren werden derzeit bei den Stadtwerken auf Ihre betriebswirtschaftliche und betriebstechnische Machbarkeit zum Erreichen des Zieles untersucht.
Trinkwasser ist in Deutschland das best überwachte Lebensmittel, durch dessen Genuss keinerlei Gefahren für die Gesundheit ausgehen dürfen, auch in Bitburg nicht. Nach diesem Grundsatz handeln die Stadtwerke Bitburg und trifft der Werksausschuss seine Entscheidungen, immer das Wohl der Bürger im Blickpunkt.
Ergebnis der Urananalyse vom 11.11.08:
Entnahmestelle | Uran µg/l | Entnahmestelle | Uran µg/l |
Tiefbrunnen 1 Königswäldchen | 8,3 | DEA Messenweg | 7,1 |
Tiefbrunnen Steinebrück | 1,1 | Kath. Schulzentrum, Prümer Str. | 1,5 |
Tiefbrunnen Mötsch | 1,0 | Nordschule, Th.-Simon-Str. | 7,8 |
Kindergarten Mötsch | 5,7 | Cascade | 8,4 |
DRK Masholder | 0,9 | Südschule | 1,1 |
Am Hahnenberg, Stahl | 1,3 | Kläranlage Ost | 5,7 |
Auf der Held, Matzen | 8,4 | Kreisverwaltung, Trierer Str. | 2,2 |
Bonner Straße, Erdorf | 7,4 | Lehrlingswerkstatt, Industriestr. | 0,9 |
Städt. Bauhof, Ottostr. | 0,3 |
|
|
Aktuelles
Zählerstände online

Teilen Sie uns Ihren Zählerstand online mit. Nutzen Sie dazu einfach unser bequemes Online-Formular.
Hotlines
allgemeine Durchwahl
06561 / 9508-0
Stördienste
Wasserversorgung
0171 / 62 54 141
Abwasserbeseitigung
0171 / 62 54 142
Öffnungzeiten
Montag - Mittwoch
08.30 - 12.30 Uhr und
14.00 - 16.00 Uhr
Donnerstag
08.30 - 12.30 Uhr und
14.00 - 18.00 Uhr
Freitag
08.30 - 12.30 Uhr
